Die Info- und Soliveranstaltung anlässlich des Tages der politischen Gefangenen zu den 4 anarchistischen Gefangenen Ihar Alinevich, Siarhei Ramanau, Dzmitry Rezanovich und Dzmitry Dubouski findet nun am Dienstag, 17.03 im Heizhaus auf der Brücke statt. Mehr Infos zum Vortrag und den Gefangenen findet ihr unter dem letzten Beitrag zu der Veranstaltung.
Außerdem: V.A.P.C.A. gibt es auch. Also kommt vorbei:) Wir sehen uns um 19Uhr zum Essen und um 20Uhr beginnt der Vortrag.
Der Vortrag zu Anarchie, Normalität und Neurodivergenz findet morgen im Amikaro Falkentreff in der Adam Klein Straße 20 statt. Deswegen gibt es leider weder Vapca noch einen Rückzugsraum.
Wir freuen uns trotzdem auf euch! Kommen könnt ihr ab 19:30Uhr, der Vortrag startet um 20:00Uhr🖤🏴
Seit der letzten Bundestagswahl vor zehn Monaten konnten wir beobachten, wie der Rechtsruck in zahlreichen „westlichen“ Ländern immer schneller voranschreitet und die Lage immer brenzliger wird. Wir beobachten wie sich faschistoide Strömungen und Kriegstreiberei, auch besonders in Deutschland, immer weiter zuspitzen. Wir wollen diese akuten Entwicklungen nicht beschönigen sondern klar sagen, was wir sehen: Der Faschismus ist wieder en vogue.
Auch sehen wir schon die ersten Gesetzte und Bestrebungen in Kraft treten, der Kriegsdienst kommt zurück. Wir sehen einen Kanzler, der die Produktionsverhältnisse zuspitzt und immer mehr Kontrolle über die Produzierenden ausüben will. Das Recht auf Teilzeit wird abgeschafft. Der Kanzler spricht davon, dass Menschen doch krank zur Arbeit gehen sollen und das ein Job neben der Rente doch nicht schaden könne.
Wir sehen diese Entwicklungen und können ahnen was als nächstes kommt: Wenn die Produktion gesichert ist, kommt die Reproduktion. Und es ist klar, was das heißt. Der Faschismus bedeutet Krieg, Krieg braucht Soldaten und die Kriegsproduktion braucht Arbeitskraft.
Was bedeutet das für uns? Unsere Reproduktionsrechte sind gefährdet. Wir müssen davon ausgehen, das sich die rechtliche Lage gebärfähiger Körper nicht verbessern wird sondern im Gegenteil. Wir müssen damit rechnen unseren, sowieso schon prekären, Zugang zu Sterilisation, Geburtenkontrolle und Abtreibungen zu verlieren. Auch werden gebärfähige Menschen, die nicht in das völkisch Ideale Menschenbild passen, und Kinder bekommen wollen, mit allen Mitteln davon abgehalten werden. Um möglichst viele, in den Augen der Herrschenden, „richtige“ menschliche Ressourcen zu schaffen, wird uns unsere Selbstbestimmung entrissen und unsere Stimme gebrochen werden. Das ist das Fundament auf dem Krieg und Faschismus Fußen.
Darüber hinaus müssen wir davon ausgehen, dass gebärfähige Menschen auf ebendieses Merkmal der Reproduktion reduziert werden, insofern sie dem gewünschten Menschenbild entsprechen. Das bedeutet zum einen, das Frauen immer mehr Rechte entzogen werden müssen, um sie in das Haus und in die Reproduktionsarbeit zu verbannen, zum anderen, das die heteronormative Familie den einzig akzeptierten und praktisch möglichen Lebensentwurf darstellen wird.
Das wiederum wird schwere Folgen für die Leben viele Inter- und Transgeschlechtliche sowie queere Menschen haben. Die Menschen die schon geoutet sind, oder bei welchen die Vermutung nahe liegt, werden verfolgt und mit allen Mitteln unterdrückt werden. Die die es nicht sind werden eine Lüge leben oder das selbe Schicksal erleiden. Auch die Reproduktions- und Existenzrechte und die medizinische Versorgung von Trans- und Interpersonen werden stark leiden. Diese Entwicklungen sind jetzt schon zu beobachten: Wegen Regressforderungen der Krankenkasse bekommen viele TIND* Menschen keine Hormone mehr. Mit dem BSD Urteil von 2023 werden vielfach keine Operationen mehr übernommen. Leistungen werden gekürzt und Selbstbestimmung zurückgebaut. Queere Menschen werden außerdem in Beziehungen und auf offener Straße angefeindet, angegriffen und auch ermordet. Malte C. wurde 2017 am Rande des CSD Münster totgeprügelt und viele weitere Opfer erlitten Übergriffe und überlebten nur knapp. Und auch der Staat hält sich mit Angriffen auf queere Menschen nicht zurück. Am 28.06.2024 wurde Maja, eine nonbinäre Person, rechtswidrig von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert und sitzt seit dem dort in U-Haft. Dass queeres Leben in ungarischen Knästen keineswegs geschützt ist, interessiert die deutschen Behörden herzlich wenig. Dass queeres Leben auch in deutschen Knästen nicht geschützt ist, ist dabei aber auch klar.
Außderm ist klar: Der Kampf gegen das Patriarchat kann nur antistaatlich, antifaschistisch und queerfeministisch sein. Und der Kampf kann nur organisiert gekämpft werden. Solange wir vereinzelt sind, sind wir angreifbar.
DESWEGEN am 07.03, 18.30Uhr, Ludwigsplatz
Wir wollen laut und kämpferisch, gegen Krieg und Faschismus und für queere Selbstorganisierung, Selbstbestimmung und Selbstverteidigung einstehen.
Lasst uns das Patriarchat auf den Kompost hauen, es ist scheiße genug um Dünger zu sein.
Im Oktober 2020 wurden in Belarus vier Anarchisten festgenommen: Ihar Alinevich, Siarhei Ramanau, Dzmitry Rezanovich und Dzmitry Dubouski.
Die Behörden warfen ihnen Terrorismus, Brandstiftung und illegalen Waffenbesitz vor – Vorwürfe, die im Kontext der politischen Repressionen in Belarus zu verstehen sind.
Die als Anarcho-Partisanen bekannten Aktivisten erhielten extrem harte Strafen: zwischen 19 und 24 Jahren Haft, Isolation und Folter inklusive. Damit gehören sie zu den am schwersten bestraften politischen Gefangenen des Landes.
Am Dienstag berichtet ein Verwandter eines der Partisanen über ihre Geschichte, ihren Widerstand gegen die Lukaschenko-Diktatur und die Situation im belarusischen Gefängnissystem.
Wir möchten euch einladen, Solidaritätsbriefe an die vier Gefangenen zu schreiben, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.
Das Thema Neurodivergenz erhält seit einigen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit. Viele begrüßen die Bewusstwerdung darüber als emanzipatorische Chance. Andererseits regen sich starke Abwehrreflexe dagegen und es wird versucht, neurodivergente Personen kapitalistisch verwertbar zu machen.
In Anschluss an Robert Chapmans Buch “Empire of Normality” (2023) schauen wir uns an, wie Normalität historisch hergestellt wurde, wie Neurodivergenz gesellschaftlich verhandelt wird und welche Schnittpunkte es zwischen dieser und Anarchismus gibt. Weitergehend mit Jodies Hares Buch “Autismus ist keine Krankheit” (2025) gehen wir auf eine sensible, emanzipatorische Perspektve auf die Neurodivergenz-Bewegung ein. Ohne ausgemachter Experte zu sein, möchte Jonathan Eibisch seine bisherigen Überlegungen mit allen Interessierten teilen und ins Gespräch darüber zu kommen. In Anschluss an den Input können wir in Kleingruppen anhand von Thesen und Fragen diskutieren.
Es wird sowohl einen Rückzugsraum als auch ein Awareness Team geben. Dienstag, 10.03, Projekt 31 Essen: 19:00Uhr Vortrag: 20:00Uhr
Willst du wissen, warum die Enforce Tac so skandalös ist und was wir dagegen machen wollen? Dann laden wir dich herzlich zu einem Vortrag über “Deutschlands Leitmesse” für Krieg und Rüstung ein. Sie findet dieses Jahr vom 23.02 bis zum 25.02 statt.
Vortrag: Dienstag, 17.02, 20Uhr, Projekt 31 Vapca-Essen: 19Uhr
Vom 23. – 25. Februar 2026 soll im Nürnberger Messezentrum erneut die als Sicherheitsmesse verharmloste Waffenmesse Enforce Tac stattfinden. Die wachsende Bedeutung der Enforce Tac als die größte Messe ihrer Art in der BRD, unterstreicht der neu gewonnene Schirmherr für das militaristische Verkaufsspektakel – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der ehemalige Black Rock Manager übernimmt persönlich, macht sein Amt zum werbeträchtigen Aushängeschild und wird bei der Enforce Tac Galionsfigur der Rüstungsproduzenten und Waffenhändler. Dem wollen wir uns in Nürnberg, der selbsternannten Stadt der Menschenrechte, entschieden entgegenstellen.
Was ist die Enforce Tac? Die Enforce Tac findet seit 2011 in Nürnberg statt. Spätestens seitdem die deutsche Bundesregierung die „Zeitenwende“ ausgerufen hat, wurde die Waffenmesse zu einer zentralen internationalen Aufrüstungsplattform in der BRD. Nicht nur deutsche Konzerne wie Rheinmetall, Heckler und Koch, der lokale Rüstungskonzern Diehl oder das israelische Unternehmen Elbit Systems sind vor Ort vertreten, sondern ebenso Vertreter*innen verschiedener internationaler Behörden, wie Polizeien, Militärs und der NATO-Staaten. Insgesamt kommen rund 1000 Aussteller der Kriegswirtschaft, die ihr Waffenarsenal zur Schau stellen, um ihre blutigen Kriegsprofite zu realisieren. Waffen und Technologien dieser Rüstungskonzerne waren und sind in zahlreichen Kriegsgebieten der Welt für unvorstellbare Zerstörung, Elend und hunderttausende Tote verantwortlich, so zum Beispiel in Syrien, dem Sudan, der Ukraine und Palästina.
Welche Konzerne sind beteiligt? – Ein Schlaglicht Während mit Würth, Kärcher, Schaeffler, Carl Zeiss und dem Club-Sponsor Saab Konzerne ausstellen, die man nicht sofort mit der Produktion für militärische Zwecke assoziiert, sind natürlich auch die großen Namen der Aufrüstung vertreten. Darunter Rheinmetall – ein deutscher Konzern, der derzeit wie kein anderer erneut von der deutschen Kriegsvorbereitung profitiert und schon zentraler Akteur beider Weltkriege war. Des weiteren der lokale Rüstungshersteller Diehl, der bereits im deutschen Faschismus mit Zwangsarbeit und Weltkrieg seine Gewinne machte und sein Kapital unbeschadet und unbehelligt in die BRD hinüber rettete. Diehl unterhielt genauso wie Rheinmetall ein eigenes Konzentrationsaußenlager für seine Produktion. Ein namhaftes internationales Unternehmen auf der Messe wird der israelische Elbit Systems Konzern sein. Elbit wirbt mitunter damit, dass ihre Waffensysteme kriegserprobt seien. Erprobt beispielsweise im Rahmen des selbst von der Mehrheit der UNO-Staaten als Völkermord bezeichneten Krieges in Gaza. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Verkommenheit, welcher die Stadt Nürnberg auf der Messe Räume zu Verfügung stellt und mit offenen Armen willkommen heißt.
Welche Rolle spielt dabei die Stadt Nürnberg? Die Stadt Nürnberg stellt gemeinsam mit dem Land Bayern als Mehrheitseigner der Nürnberg Messe GmbH die Infrastruktur der Enforce Tac und profitiert über die Mieteinnahmen mit an den kriegerischen Auswirkungen der imperialistischen Verhältnisse. Sie begrüßt ihr Stattfinden ausdrücklich mit der Begründung, dies sei eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Nürnberg. Schirmherr ist Friedrich Merz, ehemaliges Vorstandsmitglied von Blackrock, das wiederum heute Mehrheitsanteilseigner des Unternehmens Rheinmetall ist. Daneben präsentieren sich seit Jahren der bayrische Ministerpräsident Söder, wie auch der bayrische Innenminister Herrmann als prominente Förderer der Kriegsmesse.
Keine Kriegsmesse in Nürnberg! Wir wollen deshalb mit euch allen gemeinsam gegen ein zentrales Element der Kriegsvorbereitung und Kriegspolitik der BRD – gegen den Waffenhandel – aktiv werden. Wir wollen weder Wehrpflicht – also Kriegsdienst, noch Normalisierung von Krieg. Wir fordern: Enforce Tac schließen! Ungehorsam Jetzt! Zusammen kämpfen gegen Waffenhandel, Aufrüstung und Krieg! Kommt zur Demonstration gegen die Waffenmesse am 21.02.2026 um 14 Uhr Gostenhofer Hauptstraße/Plärrer!
Aufrüstung, Waffenhandel und Kriegsvorbereitung – Warum das Ganze? Im Gegensatz zum Rest der Welt stoßen die Möglichkeiten in den westlichen Staaten, immer mehr Profite zu machen, seit Jahren an ihre Grenzen. Daraus resultierend, verschärft sich die Konkurrenz unter den Machtblöcken zunehmend. Die BRD formuliert nach wie vor einen Führungsanspruch in diesem internationalem Hauen und Stechen. Deshalb möchte die BRD kriegstüchtig werden, um vorerst im Bündnis mit der EU und den NATO-Staaten ihre Rolle als führender imperialistischer Staat, angesichts internationaler Konkurrenz zu verteidigen und auszubauen. Neben Sanktionen, Zöllen und staatlicher Subventionierung der eigenen Konzerne, steigt die Bereitschaft von Staaten wie Deutschland an der Spitze der EU, den USA oder Russland, ihre Wirtschaftsinteressen in größerem Maßstab mittels Militär, Krieg, Boykotte, Wirtschaftsblockaden, Drohungen und nicht zuletzt der Verschleppung von Präsidenten, durchzusetzen, rasant. Die potentielle Gefahr eines erneuten Weltkrieges schreckt die Kriegstreiber dabei nicht. Die BRD versucht durch ihr Aufrüstungs- und Militarisierungsprogramm die größte Landstreitkraft Europas zu bilden, um zukünftig die eigenen Kapitalinteressen noch unabhängiger militärisch durchsetzen zu können und darüber ganz konkret die Krise der heimischen Industrie durch den Ausbau profitabler Rüstungsproduktion zu lösen. Damit etabliert sie letzten Endes eine Kriegswirtschaft. Dazu werden neben den Milliarden von Euro umfassenden Staatsaufträgen an nationale Rüstungskonzerne wie Rheinmetall auch Beziehungen zu internationalen Rüstungskonzernen benötigt, um deren Technologie nutzen zu können. Um all das strategisch auf- und auszubauen braucht es Plattformen wie sie die Enforce Tac bietet. Neben der zur Koordinierung und Abstimmung der NATO-Staaten stattfindenden Sicherheitskonferenz in München, übernimmt dabei die Enforce Tac Waffen- und Kriegsmesse in Nürnberg die wichtige Aufgabe, die Aufrüstung der Bundeswehr, von NATO Partnern, sowie den interessengeleiteten Waffenhandel in Krisen- und Kriegsgebiete zu organisieren, zu koordinieren und voranzutreiben.
Gestern waren wir mit ca. 200 Antifaschist*innen in Nürnberg auf der Straße. Mit viel Feuerwerk und lauten Parolen zeigten wir uns solidarisch mit Maja und allen von Repression betroffen. Denn 8 Jahre Haft, ob in Ungarn oder in Deutschland, sind 8 Jahre zu viel.
Egal ob Maja, Anna, Gabri oder alle Anderen, wir schicken Glück und Kraft in Untergrund und Haft. Wir lassen euch nicht allein und werden weiterhin für eure Freiheit Kämpfen.
Maja, Anna und Gabri sind heute zu jeweils 8, 2 und 7 Jahren Haft durch das ungarische Gericht verurteilt worden.
Wir sind scheiße wütend, wir sagen Schluss mit der Kriminalisierung von Antifaschist*innen und fordern eine sofortige Rücküberstellung Majas nach Deutschland.
Heute alle auf die Straße und gemeinsam konsequenten Antifaschismus verteidigen, denn ein Angriff auf ein*e ist ein Angriff auf uns Alle.
Ende Januar wollen wir mit euch zusammenkommen und uns gemeinsam einen aktuellen Überblick über die Repression gegen die im Budapest komplex verfolgten Antifas verschaffen.
In einer Live Schaltung zu Zaid erfahren wir, wie es ihm geht und wie es um sein Auslieferungsverfahren in Frankreich steht. Auch zu Ginos Auslieferungsprozess erhalten wir ein Update!
Zudem wollen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und das kommende Urteil gegen Maja und Anna in Budapest werfen, welches nun auf den 4.2. verschoben wurde. Den Antifaschist*innen drohen nach wie vor Freiheitsstrafen von bis zu 24 Jahren.