Anarchistisches Maifest – 10.03.26

English Below


Der 1. Mai – Haymarket-Riot


Chicago war das Zentrum der anarchistischen Bewegung in der USA.
Am 1. Mai 1886 versammeln sich 340.000 Arbeiterinnen und Arbeiter um gegen die miserablen Arbeits- und Lebensverhältnisse zu protestieren.
Die Polizei versucht die Proteste gewaltsam aufzulösen.
Das ganze endet im sogenannten Hay-Market-Riot.

Wir möchten mit euch gemeinsam den Arbeiterinnen-Kampftag feiern und über die anarchistischen Hintergründe des Hay-Market-Riot informieren.
Deshalb laden wir euch am 10.5 zum anarchistischen Hoffest ins Projekt 31 ein.
Ab 13 Uhr öffen wir unsere Tore und ab 15 Uhr starten wir mit dem Programm. Es gibt Vorträge, Live-Musik, veganes Essen, Umsonstflohmarkt, Soli-tattoos, Zine-stand.
Das Programm endet gegen 22:00 Uhr.

Wutholz (Anarchoqueerökoterrorwaldbesetzungsakustikfolkpunk)
Lotto (Folkpunk)
Lalucia & Monami (HipHop München)
KMAT (Rapcore München)

Vorträge:
Smartphones, Social Media und KI: Der Versuch einer anarchistischen Technologiekritik ohne Technologiefeindlichkeit
Geschichte des 1. Mai

Sollitattoos


The 1st of may – Haymarket-Riot


Chicago was the center of the anarchist movement in the USA.
On the 1st of May 1886 340.000 workers got together to protest against the miserable working and living conditions.
The police tried to end the protests with violence and brutality.
This came to be known as the Hay-Market-Riots.
We want to celebrate the Labour Day and inform about the anarchist background of the Hay-Market-Riots.
That’s why we invite you to the anarchist festival in Projekt 31 on the 10th of May.
We open the doors at 14:00 o’clock and at 15:00 o’clock the program starts: lectures, live-music, vegan food, fleamarket, solidarity-tattoos, zines.
The program will be finished around 22:00 o’clock.
Come along and bring your friends!! 🙂

Music:
Wutholz (Anarchoqueerökoterrorwaldbesetzungsakustikfolkpunk)
Lotto (Folkpunk)
Lalucia & Monami (HipHop München)
KMAT (Rapcore München)

Talks:
Smartphones, Social Media und KI: Der Versuch einer anarchistischen Technologiekritik ohne Technologiefeindlichkeit
Anarchist history of Labour Day

Soli-tattoos

Queerfeministische Kundgebung am 07.03

Seit der letzten Bundestagswahl vor zehn Monaten konnten wir beobachten, wie der Rechtsruck in zahlreichen „westlichen“ Ländern immer schneller voranschreitet und die Lage immer brenzliger wird. Wir beobachten wie sich faschistoide Strömungen und Kriegstreiberei, auch besonders in Deutschland, immer weiter zuspitzen. Wir wollen diese akuten Entwicklungen nicht beschönigen sondern klar sagen, was wir sehen: Der Faschismus ist wieder en vogue.

Auch sehen wir schon die ersten Gesetzte und Bestrebungen in Kraft treten, der Kriegsdienst kommt zurück. Wir sehen einen Kanzler, der die Produktionsverhältnisse zuspitzt und immer mehr Kontrolle über die Produzierenden ausüben will. Das Recht auf Teilzeit wird abgeschafft. Der Kanzler spricht davon, dass Menschen doch krank zur Arbeit gehen sollen und das ein Job neben der Rente doch nicht schaden könne.

Wir sehen diese Entwicklungen und können ahnen was als nächstes kommt: Wenn die Produktion gesichert ist, kommt die Reproduktion. Und es ist klar, was das heißt. Der Faschismus bedeutet Krieg, Krieg braucht Soldaten und die Kriegsproduktion braucht Arbeitskraft.

Was bedeutet das für uns? Unsere Reproduktionsrechte sind gefährdet. Wir müssen davon ausgehen, das sich die rechtliche Lage gebärfähiger Körper nicht verbessern wird sondern im Gegenteil. Wir müssen damit rechnen unseren, sowieso schon prekären, Zugang zu Sterilisation, Geburtenkontrolle und Abtreibungen zu verlieren. Auch werden gebärfähige Menschen, die nicht in das völkisch Ideale Menschenbild passen, und Kinder bekommen wollen, mit allen Mitteln davon abgehalten werden. Um möglichst viele, in den Augen der Herrschenden, „richtige“ menschliche Ressourcen zu schaffen, wird uns unsere Selbstbestimmung entrissen und unsere Stimme gebrochen werden. Das ist das Fundament auf dem Krieg und Faschismus Fußen.

Darüber hinaus müssen wir davon ausgehen, dass gebärfähige Menschen auf ebendieses Merkmal der Reproduktion reduziert werden, insofern sie dem gewünschten Menschenbild entsprechen. Das bedeutet zum einen, das Frauen immer mehr Rechte entzogen werden müssen, um sie in das Haus und in die Reproduktionsarbeit zu verbannen, zum anderen, das die heteronormative Familie den einzig akzeptierten und praktisch möglichen Lebensentwurf darstellen wird.

Das wiederum wird schwere Folgen für die Leben viele Inter- und Transgeschlechtliche sowie queere Menschen haben. Die Menschen die schon geoutet sind, oder bei welchen die Vermutung nahe liegt, werden verfolgt und mit allen Mitteln unterdrückt werden. Die die es nicht sind werden eine Lüge leben oder das selbe Schicksal erleiden. Auch die Reproduktions- und Existenzrechte und die medizinische Versorgung von Trans- und Interpersonen werden stark leiden. Diese Entwicklungen sind jetzt schon zu beobachten: Wegen Regressforderungen der Krankenkasse bekommen viele TIND* Menschen keine Hormone mehr. Mit dem BSD Urteil von 2023 werden vielfach keine Operationen mehr übernommen. Leistungen werden gekürzt und Selbstbestimmung zurückgebaut. Queere Menschen werden außerdem in Beziehungen und auf offener Straße angefeindet, angegriffen und auch ermordet. Malte C. wurde 2017 am Rande des CSD Münster totgeprügelt und viele weitere Opfer erlitten Übergriffe und überlebten nur knapp. Und auch der Staat hält sich mit Angriffen auf queere Menschen nicht zurück. Am 28.06.2024 wurde Maja, eine nonbinäre Person, rechtswidrig von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert und sitzt seit dem dort in U-Haft. Dass queeres Leben in ungarischen Knästen keineswegs geschützt ist, interessiert die deutschen Behörden herzlich wenig. Dass queeres Leben auch in deutschen Knästen nicht geschützt ist, ist dabei aber auch klar.

Außderm ist klar: Der Kampf gegen das Patriarchat kann nur antistaatlich, antifaschistisch und queerfeministisch sein. Und der Kampf kann nur organisiert gekämpft werden. Solange wir vereinzelt sind, sind wir angreifbar.

DESWEGEN am 07.03, 18.30Uhr, Ludwigsplatz

Wir wollen laut und kämpferisch, gegen Krieg und Faschismus und für queere Selbstorganisierung, Selbstbestimmung und Selbstverteidigung einstehen.

Lasst uns das Patriarchat auf den Kompost hauen, es ist scheiße genug um Dünger zu sein.

Anarchie, Normalität und Neurodivergenz – Vortrag und Diskussion

Das Thema Neurodivergenz erhält seit einigen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit. Viele begrüßen die Bewusstwerdung darüber als emanzipatorische Chance. Andererseits regen sich starke Abwehrreflexe
dagegen und es wird versucht, neurodivergente Personen kapitalistisch verwertbar zu machen.

In Anschluss an Robert Chapmans Buch “Empire of Normality” (2023) schauen wir uns an, wie Normalität historisch hergestellt wurde, wie Neurodivergenz gesellschaftlich verhandelt wird und welche Schnittpunkte es zwischen dieser und Anarchismus gibt. Weitergehend mit Jodies Hares Buch “Autismus ist keine Krankheit” (2025) gehen wir auf eine sensible,
emanzipatorische Perspektve auf die Neurodivergenz-Bewegung ein. Ohne ausgemachter Experte zu sein, möchte Jonathan Eibisch seine bisherigen Überlegungen mit allen Interessierten teilen und ins Gespräch darüber zu kommen. In Anschluss an den Input können wir in Kleingruppen anhand von Thesen und Fragen diskutieren.

Es wird sowohl einen Rückzugsraum als auch ein Awareness Team geben.

Dienstag, 10.03, Projekt 31
Essen: 19:00Uhr
Vortrag: 20:00Uhr

Enforce Tac Absagen – Mobivortrag

Willst du wissen, warum die Enforce Tac so skandalös ist und was wir dagegen machen wollen?
Dann laden wir dich herzlich zu einem Vortrag über “Deutschlands Leitmesse” für Krieg und Rüstung ein. Sie findet dieses Jahr vom 23.02 bis zum 25.02 statt.

Vortrag: Dienstag, 17.02, 20Uhr, Projekt 31
Vapca-Essen: 19Uhr

Wir sehen uns <3

Rückblick – Free Maja Demo 04.02

Gestern waren wir mit ca. 200 Antifaschist*innen in Nürnberg auf der Straße. Mit viel Feuerwerk und lauten Parolen zeigten wir uns solidarisch mit Maja und allen von Repression betroffen. Denn 8 Jahre Haft, ob in Ungarn oder in Deutschland, sind 8 Jahre zu viel.

Egal ob Maja, Anna, Gabri oder alle Anderen, wir schicken Glück und Kraft in Untergrund und Haft. Wir lassen euch nicht allein und werden weiterhin für eure Freiheit Kämpfen.

Wir sind nicht alle denn ihr fehlt!

VAPCA im Februar

Hanau ist Überall – Überall ist Hanau

Am 19.02 jährt sich zum 6ten Mal der rassistische Mordanschlag in Hanau, bei dem 9 Menschen erschossen wurden. Anfang diesen Jahres starb das 10 Opfer, Ibrahim Akkuş, an den Spätfolgen des Attentats.

Wir wollen unsere VAPCA am 10.02 nutzen um gemeinsam Schilder für die Demo von @migrantifa.nbg zu basteln, Banner zu malen oder einfach nur um lecker zu essen. Alle Spendeneinnahmen kommen der Demo-Orga zugute.

VAPCA: 10.02, 19.00Uhr, Projekt 31

Demo: 19.02, 18.30Uhr, Plärrer/Gostenhofer Hauptstraße

KEIN VERGEBEN!
KEIN VERGESSEN!

Free Maja – Urteil in Budapest

Am 22.01 wird das Urteil gegen Maja im sogenannten Budapest-Komplex in Ungarn erwartet.
Maja ist dort seit über 530 Tagen inhaftiert und wird in einem politischen Schauprozess verfolgt, der bereits vor ihrer Inhaftierung begann. Ungarn ist bekannt für systematische Rechtsstaatsdefizite, Verfassungsdefizite und unmenschliche Haftbedingungen. Maja berichtet von Langzeiteinzelhaft, kaum sozialer Kontakte, Bettwanzen, Kakerlaken und mangelnder medizinischer Versorgung.


Die ungarische Staatsanwaltschaft fordert 24 Jahre Haft.
Wir fordern: Schluss mit der kriminalisierung von Antifaschist*innen und dass Maja sofort zurück nach Deutschland gebracht wird!

Von Nürnberg bis Bogotá – Free All Antifas

Ob hier oder dort, wir fordern Freiheit für alle politischen Genoss*innen.
Unsere Shirts und die vom Solikreis Nürnberg können am Samstag und Dienstag im Projekt 31 abgeholt werden.
Come by and say hi:)

Freiheit für Paleja – Freiheit für Alle – Feuer den Gefängnissen – Hoch die internationale Solidarität

Mehr Infos findet ihr auf Instagram @Kanal16_

Wir gedenken an Oury Jalloh

Dieses Jahr jährt sich zum 21-Mal der Mord an Oury Jalloh, der am 07.01.2005 in der Polizeistation Dessau auf seiner Zelle von der Polizei angezündet wurde und verbrannte.

Bis heute weigern sich die Behörden Gutachten, die Beweise für den Mord liefern zur Kenntnis zu nehmen und vertuschen stattdessen lieber weiterhin Tatsachen die die Polizei belasten.
Wie jedes Jahr gibt es am Todestag von Ouri Jalloh eine Demo:
07.01.2026, 14Uhr, Dessau Hbf

Wir wissen, rassistische Morde durch die Polizei waren noch nie eine Seltenheit.
Deswegen:
KEIN FRIEDEN MIT STAAT UND POLIZEI – WIR VERGEBEN NICHT, WIR VERGESSEN NICHT

13120

(A)