02.10.22 Gemeinsame Wanderung

Tageswanderung mit einer geführten Tour nach Happurg zu den Doggerwerken des ehemaligen KZ-Außenlagers Hersbruck.

Treffpunkt Sonntag 02.10.22 am Steinbühler Bahnhof um 10:45 auf Gleis 1.

Kommt vorbei mit euren Freund:innen und tauscht euch mit uns über aktuelle politische Themen aus und erfahrt bei einer geführten Tour mehr über die NS-Historie des Nürnberger Umlands.

Filmvorführung – 11.10.2022

THE OTHER SIDE OF THE RIVER

Am 11.Oktober zeigen wir im Projekt 31 den Film “The other side of the river” um 20 Uhr. Davor gibt es, wie gewohnt jeden 2ten Dienstag, leckeres, veganes Essen ab 19 Uhr.

Filmbeschreibung.

Die 19-jährige Hala entkam einer arrangierten Ehe indem sie den Euphrat überquerte, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreite. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der (Zwangs) Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution.

Die jungen Frauen werden im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?

THE OTHER SIDE OF THE RIVER schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

Knastdemo zum Tag der politischen Gefangenen – Bayreuth

Im Rahmen des Tages der politischen Gefangenen demonstrierten wir heute auch in Bayreuth, um Freiheit für unseren Freund und Genossen Jan zu fordern, der seit über einem halben Jahr in der JVA Bayreuth inhaftiert ist.

Wie auch allen anderen Gefangenen ist er dort menschenunwürdigen Verhältnissen ausgesetzt, wie doppelt vergitterten Knast Fenster oder unzureichender medizinischer Versorgung.

Jan wird zusätzlich wegen seiner politischen Einstellung drangsaliert. So wird er alle paar Monate auf verschiedene Trakte verlegt, dabei entsteht der Eindruck, dass gezielt dagegen vorgegangen wird, dass er sich mit anderen Gefangenen vernetzt und sich eine Kultur gegenseitiger Hilfe unter den Gefangenen bildet.

Wegen dieser Missstände und der sozialen Isolation, denen die Gefangenen tagtäglich ausgesetzt sind, waren wir heute auf der Straße. Unser lautstarker Ausdruck hallte immer wieder über die  Knastmauern und wurde durch die Gefangenen mit Jubeln, Klatschen und Pfeifen honoriert.

Heute war ein guter Tag. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus, wir kämpfen solange weiter bis wir Jan wieder in unserer Mitte haben!!

Veganes Essen für Alle

Wie jeden 2. Dienstag im Monat kochen wir auch heute die VAPCA im Projekt 31.

Heute gibt’s türkischen Reis mit Kichererbsen-Bohneneintopf.

Aufgrund der aktuellen Corona Situation wird die VAPCA nur draußen, dafür aber mit Lagerfeuer stattfinden.

Zudem gibt es auf unserem Infotisch auch wieder neue, interessante Magazine wie das Protestmagazin Bella Ciao, das Boykott Magazin, welches super gute Beiträge zur Kritischen Männlichkeit liefert und das Magazin Wiederstand nach dem Fall mit Impulsen für einen kollektiven Umgang mit sexualisierter Gewalt.

Wie immer gibt’s auch Postkarten und Briefmaterial, damit ihr Jan schreiben könnt!

Auf der Suche am 1.Mai

 

Auch dieses Jahr wird es die Revolutionäre 1.Mai-Demo geben. Corona und Krise, Feminismus und Klimakatastrophe sind dabei nur einige Kämpfe, die wir tagtäglich führen!

Los geht die Demo um 11:30 Uhr in der Rosenau!

Außerdem wird es dieses Jahr zum 1.Mai einen AdS-Stand auf dem dezentralen Straßenfest geben.

Ihr findet ihn zwischen 14 und 19 Uhr im Projekt 31.

Kommt vorbei und solidarisiert euch mit den Betroffenen der Jamnitzerurteile und deckt euch mit anarchistischer Theorie ein.

Für die libertäre Revolution! Wir freuen uns auf euch!

Ob Nürnberg, bundesweit oder international – United against repression! Freiheit für Jan!

Der jüngste Jamnitzer-Prozess gegen unsere beiden Genossen ist nun abgeschlossen. Während einer der Angeklagten im Berufungsprozess Anfang Februar eine Geldstrafe und 10 Monate Knaststrafe auf 3 Jahre Bewährung bekommen hat, wurde vom anderen Angeklagten in Revision gegangen. Die Revision wurde nun vom Oberlandesgericht München abgelehnt, somit wird eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten rechtskräftig.

Zur Erinnerung: Der Jamnitzer Platz in Nürnberg ist ein Ort, wo sich die Widersprüche und Konflikte besonders stark zeigen, die der Gentrifizierungsprozess im Viertel mit sich bringt. Kontrollen und Schikanen durch die Polizei stehen dort auf der Tagesordnung. Zum Prozess kam es, nachdem sich nach einer weiteren Polizeimaßnahme spontan eine Menschenmenge solidarisiert hatte und sich die Cops daraufhin zurückziehen musste.

Einem der Angeklagten wurde Rädelsführerschaft, dem Anderen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Seitens Staatsanwaltschaft, Staatsschutz und Polizei wurde der Prozess höchst politisch geführt. Ein klarer Verurteilungswille wurde mitunter dadurch deutlich, dass einer der Angeklagten an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Dafür gab es einen glaubwürdigen Zeugen, doch dies hielt die Justiz nicht davon ab, ein hartes Urteil zu sprechen. Zwei Schuldige mussten her, an denen ein Exempel statuiert werden konnte.

Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich weltweit abzeichnet: Linke Aktivist*innen werden kriminalisiert und müssen mit Repression rechnen, allein weil sie die bestehenden Verhältnisse ankreiden und sich für eine befreite Gesellschaft einsetzen. Dabei kommen teils absurde Mittel und immer repressivere Methoden zum Einsatz. Lina in Leipzig wird im Heli abgeholt, 1. Mai-Demos auf der ganzen Welt werden brutal aufgelöst, in Kolumbien wird auf Demonstrierende geschossen. Der Staat scheut keine Mittel, die bestehende Ordnung aufrecht- und linke und emanzipatorische Proteste kleinzuhalten.

Unsere Antwort auf diese besorgniserregenden Entwicklungen war, ist und bleibt unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Kämpfen und Kämpfenden gegen die rassistische und sexistische Klassengesellschaft. Nur mit vereinten Kräften können wir diesen überwinden und gemeinsam werden wir unsere Wut auf die Straße tragen. Denn wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin solidarisch füreinander ein – jetzt erstrecht!

Kommt mit uns zusammen auf die Straße – gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung und für eine Welt, in der wir alle gewaltfrei leben können!

Feuer und Flamme dem Knastsystem!
Weg mit Staat und Polizei!
Freiheit für Jan und alle Anderen!